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FC Arsenal zieht erstmals seit 2006 ins Champions-League-Finale ein

Ein 1:0-Sieg gegen Atlético Madrid sichert den Gunners die Finalteilnahme. Kai Havertz steht vor zweitem Titel.

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FC Arsenal zieht erstmals seit 2006 ins Champions-League-Finale ein
Ein 1:0-Sieg gegen Atlético Madrid sichert den Gunners die Finalteilnahme. Kai Havertz steht vor zweitem Titel.Credit · BBC

Die Fakten

  • FC Arsenal erreicht erstmals seit 2006 das Finale der Champions League.
  • Ein 1:0-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid besiegelte das Weiterkommen.
  • Bukayo Saka erzielte in der 45. Minute das entscheidende Tor.
  • Im Finale trifft Arsenal am 30. Mai in Budapest auf Bayern München oder Paris Saint-Germain.
  • Kai Havertz, Champions-League-Sieger 2021 mit Chelsea, steht kurz vor seinem zweiten Titel.
  • Teammanager Mikel Arteta betont, dass Arsenal 20 Jahre auf diese Chance hingearbeitet hat.
  • Opta's Supercomputer sieht Arsenal als Top-Favoriten auf den Champions-League-Sieg 2026.

Zwei Jahrzehnte Warten enden: Arsenal im Champions-League-Finale

Zwei quälend lange Jahrzehnte des Wartens sind vorüber – und Kai Havertz ist dem Henkelpott ganz nah. Der FC Arsenal hat sich erstmals seit 2006 wieder ins Endspiel der Champions League gekämpft. Die Gunners knackten das Defensivbollwerk von Atlético Madrid im Halbfinal-Rückspiel mit einem 1:0 und dürfen weiter vom ersten Triumph überhaupt in der Königsklasse träumen. Im Finale wartet allerdings die größtmögliche Aufgabe. In Budapest, am 30. Mai, trifft das weiter ungeschlagene Team um Havertz auf den Sieger des Duells zwischen Bayern München und Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Nach dem 1:1 im Hinspiel in Madrid schoss Bukayo Saka kurz vor der Pause die Londoner zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Endspiel. „Es ist eine wunderschöne Geschichte, und ich hoffe, dass sie in Budapest ein gutes Ende nimmt“, sagte Matchwinner Saka nach der Partie. Atlético blieb der dritte Finaleinzug nach 2014 und 2016 unter Trainer Diego Simeone verwehrt. Die Spanier hatten im Hinspiel auf eine umstrittene Elfmeterentscheidung kurz vor Schluss reagiert, die ihnen gegen den Schiedsrichter Danny Makkelie nicht passte.

Sakas entscheidender Treffer und Havertz' Weg zurück

Bukayo Saka erzielte in der 45. Minute das einzige Tor der Partie. Er staubte nach einem starken Reflex von Atlético-Torhüter Jan Oblak auf einen Abschluss von Leandro Trossard ab. Das Tor fiel kurz nachdem dem deutschen Referee Daniel Siebert (34.) ein leichter Stoß gegen Trossard im Strafraum entging, der von Arsenal vergeblich als Elfmeter gefordert wurde. Kai Havertz, der den FC Chelsea 2021 zum Champions-League-Sieg geschossen hatte, stand nach zuletzt häufigen Verletzungsproblemen wieder im Kader. Er hatte das Hinspiel angeschlagen verpasst. Teammanager Mikel Arteta betonte, dass Arsenal 20 Jahre auf diese Finalchance hingearbeitet habe. „Es ist in unseren Händen“, sagte er. Anhänger zündeten in der Nacht zum Dienstag Feuerwerkskörper in der Nähe des Atlético-Hotels, um die Spanier um den Schlaf zu bringen.

Atléticos Abwehrbollwerk und die Taktik des Respekts

Atlético Madrid präsentierte sich erneut als schwer zu knackendes Defensivbollwerk. Die Rojiblancos ließen ihr schnörkelloses Umschaltspiel aufblitzen und sorgten vereinzelt für Offensivgefahr. Dennoch biss sich Arsenal lange die Zähne an der disziplinierten Abwehr aus. Im Ligaspiel gegen Manchester City hatte Arsenal zuletzt eine 1:2-Niederlage hinnehmen müssen, was die Tabellenführung in der Premier League wieder gefährdete, obwohl das Team lange Zeit souverän an der Spitze stand und die Konkurrenz abgehängt hatte. Atlético-Trainer Diego Simeone gab zu, dass sein Team in der ersten Hälfte zu viel Respekt vor dem Gegner gehabt habe. Die Madrilenen hatten im Vorfeld des Spiels ihr Hotel gewechselt. Simeone witzelte, die neue Unterkunft sei „einfach günstiger“, auch wenn Gerüchte von Aberglauben die Runde machten. Im Hinspiel hatte Atlético nach einem 1:1-Unentschieden die Hoffnung auf ein Weiterkommen aufrechterhalten.

Chancen und Fehler im Rückspiel

Nach der Pause schenkte Arsenals Defensive die knappe Führung beinahe her. William Saliba verlängerte einen Ball unfreiwillig zu Atléticos Giuliano Simeone, der eine große Chance zum Ausgleich liegen ließ (51.). Für Arsenal verpasste Viktor Gyökeres kurz darauf die mögliche Entscheidung (66.), was eine intensive Schlussphase einleitete. Die Gunners erspielten sich insgesamt kaum klare Torchancen gegen die gut organisierte Abwehr der Spanier, die im Viertelfinale der Champions League auch Sporting Lissabon lange Zeit Paroli geboten hatten.

Transfergerüchte und Meisterschaftskampf

Während Arsenal auf den Champions-League-Triumph hofft, brodelt es auch auf dem Transfermarkt. Gerüchte besagen, dass der FC Arsenal im Sommer Alvaro Carreras von Real Madrid verpflichten möchte. Carreras war erst im vergangenen Sommer zu den Königlichen gewechselt. In der heimischen Premier League liegt Arsenal nach einem Patzer von Manchester City wieder auf Meisterkurs, nachdem sie zuvor die Konkurrenz bereits abgehängt hatten und lange Zeit souverän an der Spitze standen. Das Spitzenspiel gegen Manchester City ging jedoch verloren, was das Titelrennen wieder spannend machte.

Die Rolle des Supercomputers und die Erwartungen

Der Supercomputer von Opta sieht Arsenal als den Top-Favoriten auf den Champions-League-Sieg im Jahr 2026. Diese Prognose unterstreicht die starke Saison, die die Gunners spielen und die Möglichkeit, ihre Spielzeit mit zwei Titeln zu krönen. Die Erwartungen sind hoch, sowohl im Hinblick auf den europäischen Wettbewerb als auch auf die nationale Meisterschaft. Die Mannschaft von Mikel Arteta steht vor einer entscheidenden Phase der Saison, in der sie ihre Ambitionen unter Beweis stellen muss.

Ausblick: Das Finale in Budapest

Der FC Arsenal steht nun vor der größten Aufgabe der Saison: dem Champions-League-Finale in Budapest. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie das Potenzial hat, gegen die europäischen Top-Klubs zu bestehen. Der Weg dorthin war lang und steinig, geprägt von intensiven Spielen und dem Überwinden von Widerständen. Nun gilt es, die letzte Hürde zu nehmen und den Traum vom ersten Champions-League-Titel zu verwirklichen. Die Fans hoffen auf ein gutes Ende dieser „wunderschönen Geschichte“.

Das Wichtigste

  • Der FC Arsenal hat sich nach 20 Jahren Wartezeit für das Finale der Champions League qualifiziert.
  • Ein 1:0-Sieg gegen Atlético Madrid im Halbfinal-Rückspiel brachte den entscheidenden Erfolg.
  • Bukayo Saka erzielte das Siegtor kurz vor der Halbzeitpause.
  • Kai Havertz, bereits Champions-League-Sieger mit Chelsea, steht vor seinem zweiten Titel.
  • Arsenal trifft im Finale am 30. Mai in Budapest auf Bayern München oder Paris Saint-Germain.
  • Die Gunners kämpfen parallel um die englische Meisterschaft und sind laut Opta Top-Favorit auf den Champions-League-Titel 2026.
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