Bukayo Saka schießt Arsenal nach 20 Jahren ins Champions-League-Finale
Der 1:0-Sieg gegen Atlético Madrid im Halbfinal-Rückspiel beschert den Gunners die erste Finalteilnahme seit 2006 – Gegner wird entweder Paris Saint-Germain oder Bayern München.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Arsenal gewann das Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid mit 1:0.
- Bukayo Saka erzielte das entscheidende Tor in der 44. Minute.
- Das Hinspiel endete 1:1, Arsenal setzte sich mit einem Gesamtergebnis von 2:1 durch.
- Arsenal ist in der laufenden Champions-League-Saison ungeschlagen (elf Siege in 14 Spielen).
- Das Finale findet am 30. Mai in Budapest statt.
- Arsenal stand zuletzt 2006 im Finale, verlor damals 1:2 gegen den FC Barcelona.
- Atlético Madrid verpasste unter Trainer Diego Simeone im 15. Jahr das dritte Champions-League-Finale.
- Gegner im Finale wird entweder Titelverteidiger Paris Saint-Germain oder Bayern München.
Saka erlöst Arsenal kurz vor der Pause
Der FC Arsenal hat sich erstmals seit 20 Jahren wieder für das Finale der UEFA Champions League qualifiziert. Die Londoner besiegten am Dienstag im Halbfinal-Rückspiel Atlético Madrid mit 1:0 und drehten damit das 1:1 aus dem Hinspiel in einen 2:1-Gesamtsieg. Mann des Spiels war Bukayo Saka, der kurz vor dem Halbzeitpfiff (44. Minute) den einzigen Treffer des Abends erzielte. Der 22-jährige Engländer profitierte von einer Vorlage Leandro Trossards, dessen Flachschuss Atlético-Torhüter Jan Oblak zunächst parierte, gegen den Nachschuss Sakas jedoch machtlos war. Es war das einzige Highlight einer ansonsten zähen ersten Halbzeit, in der beide Defensivreihen dominierten. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Arsenal das Tempo, doch Atlético vergab durch Giuliano Simeone (51.) die große Ausgleichschance. Auf der anderen Seite scheiterte Viktor Gyökeres aus vollem Lauf an der Latte (66.). In der Schlussphase hatte der eingewechselte Alexander Sörloth noch eine Topchance, traf den Ball jedoch nicht richtig (86.).
Artetas Überraschungsaufstellung und Simeones Schonung
Arsenal-Trainer Mikel Arteta überraschte vor dem Spiel mit seiner Aufstellung. Er setzte auf dieselbe Elf, die zuvor in der Premier League Fulham mit 3:0 besiegt hatte. Der zuletzt angeschlagene Kapitän Martin Ödegaard und Martin Zubimendi saßen zunächst auf der Bank, während der 19-jährige Myles Lewis-Skelly im Mittelfeld startete. Atlético-Coach Diego Simeone hatte in der Meisterschaft am Wochenende sein gesamtes Stammpersonal geschont. In London waren Antoine Griezmann, Julian Alvarez und die weiteren Stammkräfte wieder von Beginn an dabei. Simeone, der seit 15 Jahren bei Atlético ist, verpasste damit zum dritten Mal den Einzug ins Champions-League-Finale. Beide Trainer wechselten im Laufe der zweiten Halbzeit jeweils dreifach. Simeone nahm unter anderem Alvarez und Griezmann vom Feld, während Arteta frische Kräfte brachte, um den Vorsprung zu verteidigen.
Arsenals ungeschlagene Serie und historische Finalchance
Mit dem Sieg bleibt Arsenal als einzige Mannschaft in der laufenden Champions-League-Saison ungeschlagen. In 14 Spielen feierten die Gunners elf Siege und drei Unentschieden. Der Verein, der den Titel in der Königsklasse noch nie gewonnen hat, steht nun zum zweiten Mal nach 2006 im Finale. Damals unterlag Arsenal dem FC Barcelona mit 1:2. Trainer Mikel Arteta bietet sich mit seinem Team nun die Chance, neben dem ersten Premier-League-Titel seit 2004 auch die Champions League zu gewinnen. Arsenal führt die englische Liga derzeit an und ist auf dem besten Weg, die Meisterschaft nach 21 Jahren wieder nach London zu holen. Atlético Madrid hingegen verpasste im 15. Jahr unter Simeone das dritte Finale. Die Spanier, die in der Ligaphase im Emirates Stadium noch mit 0:4 verloren hatten, zeigten eine deutlich verbesserte Defensivleistung, waren aber vor dem Tor zu harmlos.
Finale am 30. Mai in Budapest – Gegner noch offen
Das Endspiel der Champions League findet am Samstag, den 30. Mai, in Budapest statt. Arsenals Gegner wird entweder Titelverteidiger Paris Saint-Germain oder Bayern München sein, die sich im Hinspiel ein 5:4-Spektakel geliefert hatten. Das Rückspiel zwischen PSG und Bayern steht noch aus. Arsenal hofft, den ersten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Die Gunners haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie auf europäischer Bühne mithalten können. Die Mannschaft von Mikel Arteta ist die einzige ungeschlagene Mannschaft im Wettbewerb und geht als leichter Favorit ins Finale. In Österreich wird das Finale live auf Sky Sport Austria 1 übertragen. Sky zeigt insgesamt 185 Spiele der Champions League inklusive des Endspiels.
Manuela Zinsberger als Co-Kommentatorin im Einsatz
Ein besonderes Highlight des Halbfinal-Rückspiels war der Einsatz von Manuela Zinsberger als Co-Kommentatorin. Die aktuell verletzte ÖFB-Torfrau und Arsenal-Keeperin war im Emirates Stadium vor Ort und kommentierte das Duell gemeinsam mit Guido Friedrich live auf Sky Sport Austria 1. Zinsberger brachte als Spielerin von Arsenal eine besondere Perspektive in die Übertragung ein. Sie analysierte die Taktiken und Spielzüge beider Mannschaften aus erster Hand. Die Sky-Experten Andreas Herzog und Jan Age Fjörtoft sowie Analyse-Experte Marko Stankovic ergänzten die Berichterstattung mit fundierten Einblicken. Sky Sport Austria zeigte das Halbfinal-Rückspiel live und exklusiv. Auch das Finale am 30. Mai wird auf Sky Sport Austria 1 ausgestrahlt.
Ausblick: Arsenals Traum vom ersten Henkelpott
Mit dem Einzug ins Finale lebt Arsenals Traum vom ersten Champions-League-Titel weiter. Die Mannschaft von Mikel Arteta hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau bestehen kann. Der 1:0-Sieg gegen Atlético Madrid war ein weiterer Beweis für die defensive Stabilität und die Effizienz im Angriff. Atlético Madrid hingegen muss die erneute Enttäuschung verdauen. Diego Simeones Langzeitprojekt verpasste auch in diesem Jahr die Krönung. Die Spanier zeigten eine starke Defensivleistung, konnten aber die wenigen Torchancen nicht nutzen. Das Finale in Budapest verspricht ein hochkarätiges Duell zu werden. Egal ob gegen Paris Saint-Germain oder Bayern München – Arsenal wird alles daran setzen, den ersten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen.
Das Wichtigste
- Arsenal steht erstmals seit 2006 im Champions-League-Finale, nach einem 1:0-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid.
- Bukayo Saka erzielte das entscheidende Tor in der 44. Minute, nach Vorarbeit von Leandro Trossard und Viktor Gyökeres.
- Arsenal ist in der laufenden Champions-League-Saison ungeschlagen (elf Siege, drei Unentschieden).
- Das Finale findet am 30. Mai in Budapest statt; Gegner wird entweder Paris Saint-Germain oder Bayern München.
- Arsenal hat den Champions-League-Titel noch nie gewonnen; 2006 unterlag man im Finale dem FC Barcelona.
- Atlético Madrid verpasste unter Diego Simeone im 15. Jahr das dritte Finale.






Arsenal vor erstem Champions-League-Finale seit 20 Jahren: Gyökeres als Trumpf

LASK empfängt Rapid: Doubel-Träume und Mission 33 im Montag-Schlager

Everton entreißt City den Sieg in der Nachspielzeit – 3:3 im Hill Dickinson Stadium
