Dario Lillo und Sina Frei gewinnen Cross-Country-Auftakt in PyeongChang
Der Schweizer Mountainbiker Dario Lillo krönt ein starkes Wochenende mit dem Sieg im Regenrennen, während Sina Frei ihre gute Form mit dem zweiten Erfolg innerhalb von drei Tagen bestätigt.
SWITZERLAND —
Die Fakten
- Dario Lillo gewinnt das Cross-Country-Rennen der Männer in PyeongChang mit einer Zeit von 1:46 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Luca Martin.
- Sina Frei siegt im Cross-Country der Frauen mit 26 Sekunden Vorsprung vor der amtierenden Weltmeisterin Jenny Rissveds.
- Lillo war bereits am Freitag Dritter im Short Track geworden; Frei hatte den Short Track gewonnen.
- Der Brite Charlie Aldridge belegt im Männerrennen den dritten Platz mit 2:39 Minuten Rückstand.
- Der Schweizer Finn Treudler fiel nach einem Kettenproblem aus der Spitzengruppe und landete außerhalb der Top 10.
- Filippo Colombo aus dem Tessin wurde Achter und war damit der zweitbeste Schweizer.
- Die US-Amerikanerin Madigan Munro wurde Dritte im Frauenrennen, 28 Sekunden hinter Frei.
Ein perfekter Sonntag für die Schweizer Mountainbike-Elite
Der erste Weltcup-Wochenende der Mountainbike-Saison in PyeongChang endete mit einem Paukenschlag für die Schweiz. Sowohl Dario Lillo bei den Männern als auch Sina Frei bei den Frauen sicherten sich am Sonntag den Sieg im Cross-Country-Rennen und krönten damit eine bereits vielversprechende Auftaktveranstaltung. Die Rennen fanden unter schwierigen Bedingungen statt: Heftiger Regen hatte die Strecke in einen Schlammkurs verwandelt, der den Fahrern alles abverlangte. Lillo und Frei meisterten die Herausforderung jedoch mit Bravour und unterstrichen die Stärke des Schweizer Mountainbike-Sports.
Lillos dominanter Auftritt im Schlamm
Dario Lillo, der am Freitag im Short Track bereits den dritten Platz belegt hatte, setzte sich im Cross-Country von Beginn an an die Spitze und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Der Schweizer fuhr ein einsames Rennen und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 1:46 Minuten auf den Franzosen Luca Martin. Der Brite Charlie Aldridge folgte mit 2:39 Minuten Rückstand auf dem dritten Platz. Lillos Sieg war umso bemerkenswerter, als die Witterungsbedingungen das Rennen zu einer Geduldsprobe machten. Mehrfach waren die Fahrer gezwungen, das Rad zu tragen, doch der Schweizer behielt die Nerven und kontrollierte das Geschehen von der ersten bis zur letzten Runde.
Pech für Treudler, starke Leistung von Colombo
Das Schweizer Team hätte am Sonntag sogar noch besser abschneiden können, wäre Finn Treudler nicht ein technisches Problem in die Quere gekommen. Der Schweizer lag drei Runden lang auf dem zweiten Platz, als eine Kettenpanne ihn zurückwarf und letztlich aus den Top 10 katapultierte. Statt einer möglichen Doppelführung musste sich die Schweiz mit Lillo als einzigem Schweizer auf dem Podium begnügen. Der Tessiner Filippo Colombo zeigte eine starke Aufholjagd und belegte am Ende den achten Platz. Damit war er der zweitbeste Schweizer im Feld und bewies, dass die Schweizer Mannschaft in der Breite konkurrenzfähig ist.
Frei setzt Erfolgsserie fort
Bei den Frauen setzte Sina Frei ihren Erfolgslauf fort. Nachdem sie bereits am Freitag den Short Track gewonnen hatte, legte sie am Sonntag im Cross-Country nach. Die Schweizerin lieferte sich ein langes Duell mit der amtierenden Weltmeisterin Jenny Rissveds aus Schweden. Erst in der letzten Runde konnte Frei die Entscheidung herbeiführen und setzte sich mit 26 Sekunden Vorsprung durch. Die US-Amerikanerin Madigan Munro sicherte sich den dritten Platz, 28 Sekunden hinter Frei. Auch das Frauenrennen war von den schlammigen Bedingungen geprägt, die die Fahrerinnen immer wieder zum Absteigen zwangen. Frei zeigte sich jedoch unbeeindruckt und bewies einmal mehr ihre Klasse.
Ein Wochenende der Schweizer Dominanz
Mit zwei Siegen im Cross-Country und weiteren Spitzenplatzierungen im Short Track hat die Schweiz beim Auftakt der Weltcup-Saison ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Die Erfolge von Lillo und Frei sind nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein Beleg für die Tiefe und Qualität des Schweizer Mountainbike-Sports. Während Lillo mit seinem ersten Weltcup-Sieg der Saison einen Traumstart hinlegte, bestätigte Frei ihre Rolle als eine der Favoritinnen für die Gesamtwertung. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob die Schweizer diese Form konservieren können.
Ausblick auf die nächsten Herausforderungen
Der Weltcup-Kalender führt die Athleten in den kommenden Wochen zu weiteren Stationen, bei denen die Schweizer Fahrer ihre Führungspositionen verteidigen wollen. Für Lillo und Frei geht es nun darum, die gezeigte Leistung zu bestätigen und konstant an der Spitze mitzufahren. Die Konkurrenz, angeführt von Fahrern wie Luca Martin und Jenny Rissveds, wird jedoch alles daran setzen, die Schweizer Dominanz zu brechen. Die Mountainbike-Saison verspricht spannend zu werden – mit der Schweiz in einer Hauptrolle.
Das Wichtigste
- Dario Lillo gewinnt das Cross-Country-Rennen der Männer in PyeongChang mit deutlichem Vorsprung und krönt ein starkes Wochenende.
- Sina Frei siegt ebenfalls im Cross-Country der Frauen und bestätigt ihre Topform nach dem Short-Track-Sieg am Freitag.
- Die schwierigen Wetterbedingungen mit Regen und Schlamm prägten beide Rennen und erforderten höchste Konzentration.
- Finn Treudler verlor durch eine Kettenpanne eine mögliche Podestplatzierung, während Filippo Colombo als Achter überzeugte.
- Die Schweiz dominiert den Auftakt der Mountainbike-Weltcup-Saison und sendet ein starkes Signal an die Konkurrenz.
- Die nächsten Weltcup-Stationen werden zeigen, ob Lillo und Frei ihre Form bestätigen können.




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