Auto rast in Leipziger Fußgängerzone: Zwei Tote, Fahrer festgenommen
Ein Pkw durchbricht am Montagnachmittag die belebte Grimmaische Straße, erfasst mehrere Menschen und hinterlässt eine Spur der Verwüstung – die Behörden sprechen von einer mutmaßlichen Amokfahrt.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Am Montagnachmittag fuhr ein Auto in der Grimmaischen Straße in Leipzig in eine Menschenmenge.
- Zwei Menschen starben, mehrere wurden schwer verletzt.
- Der Fahrer wurde noch am Tatort festgenommen.
- Die Polizei Sachsen bestätigte einen Großeinsatz in der Innenstadt.
- Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von einer mutmaßlichen Amokfahrt.
- Die Behörden wollen um 19:30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten.
- Die Stadt richtete eine Betreuungsstelle für Betroffene und Zeugen ein.
Der Tathergang: Ein Pkw rast durch die Fußgängerzone
Am Montagnachmittag gegen 17:25 Uhr raste ein Pkw vom Augustplatz kommend durch die belebte Fußgängerzone der Grimmaischen Straße in Leipzig. Das Fahrzeug steuerte auf den Marktplatz zu und erfasste dabei mehrere Menschen. Die Polizei Sachsen bestätigte, dass der Vorfall sich in der stark frequentierten Einkaufsmeile ereignete. Zeugen berichteten von einem plötzlichen und ungebremsten Eindringen des Autos in die Menschenmenge. Rettungskräfte und Polizei waren innerhalb kürzester Zeit mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Fahrer konnte kurz nach der Tat gestellt und festgenommen werden. Die genauen Umstände der Tat sind noch unklar, doch die Behörden gehen von einer vorsätzlichen Handlung aus. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer äußerte sich auf Instagram zu dem Vorfall und sprach von einer „mutmaßlichen Amokfahrt“. Er zeigte sich tief erschüttert und versprach eine vollständige Aufklärung.
Opferzahlen und widersprüchliche Angaben
Die Zahl der Todesopfer ist Gegenstand widersprüchlicher Angaben. Während die Polizei Sachsen zunächst von einem Toten sprach, berichtete der MDR unter Berufung auf die Polizei von zwei Todesopfern. Ein Polizeisprecher korrigierte die Zahl später auf einen Toten. In einem Video der Leipziger Volkszeitung sprach Oberbürgermeister Burkhard Jung hingegen von zwei Toten. Die Verwirrung über die genaue Opferzahl könnte auf die Dynamik des Einsatzes zurückzuführen sein. Die Behörden haben angekündigt, um 19:30 Uhr vor die Medien zu treten und Klarheit zu schaffen. Neben den Todesopfern gibt es mehrere Schwerverletzte, die in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden.
Reaktionen und erste Maßnahmen der Stadt
Die Stadt Leipzig reagierte umgehend auf das Ereignis. In der Nähe des Tatorts wurde eine Betreuungsstelle für Betroffene und Zeugen eingerichtet. Oberbürgermeister Burkhard Jung sprach in einem Video von zwei Toten und drückte seine Anteilnahme aus. Ministerpräsident Michael Kretschmer schrieb auf Instagram: „Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien.“ Er betonte, dass alles daran gesetzt werde, die Tat vollständig aufzuklären. Die Polizei Sachsen rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf und bat Zeugen, sich zu melden.
Ermittlungen und offene Fragen
Die Ermittlungen zu dem Vorlauf laufen auf Hochtouren. Die Polizei hat den Fahrer festgenommen und verhört ihn derzeit. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar – ob es sich um einen gezielten Anschlag, eine psychische Ausnahmesituation oder einen Unfall handelt, wird derzeit geprüft. Die Behörden haben angekündigt, um 19:30 Uhr eine Pressekonferenz zu geben, um weitere Details zu nennen. Bis dahin wird die Innenstadt weiträumig abgesperrt bleiben. Der Vorfall wirft Fragen nach der Sicherheit in Fußgängerzonen auf, insbesondere nach möglichen Schutzmaßnahmen gegen solche Attacken.
Weitere Ereignisse des Tages in Leipzig
Neben dem tragischen Vorfall in der Innenstadt gab es am Montag weitere bemerkenswerte Ereignisse in Leipzig. Auf der A14 zwischen Leipzig-Mitte und Leipzig-Nord kollidierten zwei Fahrzeuge, was zu einer zeitweisen Sperrung der Autobahn in Richtung Magdeburg führte. Die Bergungsarbeiten dauerten an. In der Satirepartei „Die Partei“ wurde Tom Rodig als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im Februar 2027 nominiert. Ein Leipziger Mann nutzte erfolgreich einen KI-Chatbot zur Verteidigung gegen einen Strafbefehl, was Juristen jedoch als riskant bewerten. In Leipzig-Grünau wird ein leerstehender Plattenbau zum Wohnlabor für ein neuartiges Wohnkonzept, begleitet von Forschern der Technischen Hochschule Aachen. Im Sportbereich verpasste RB Leipzig die erste Chance auf die Rückkehr in die Champions League nach einer Niederlage in Leverkusen. Die Fußballerinnen von RB Leipzig unterlagen dem überlegenen Team aus Wolfsburg. Der langjährige Stadionsprecher des FC Eilenburg, Martin Hoffmeier, verstarb am Samstag im Alter von 47 Jahren.
Ausblick und Bedeutung des Vorfalls
Der Vorfall in der Leipziger Innenstadt reiht sich ein in eine Serie von Angriffen mit Fahrzeugen auf Menschenmengen in den letzten Jahren. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, die Sicherheit in öffentlichen Räumen zu gewährleisten, ohne die Stadt offen zu halten. Die Pressekonferenz um 19:30 Uhr wird voraussichtlich Klarheit über die Opferzahlen und die Identität des Täters bringen. Die Stadt Leipzig und die Polizei Sachsen arbeiten eng zusammen, um die Hintergründe zu ermitteln. Die Bevölkerung ist aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen zu melden.
Das Wichtigste
- Ein Auto raste in der Leipziger Innenstadt in eine Menschenmenge, zwei Menschen starben, mehrere wurden schwer verletzt.
- Der Fahrer wurde festgenommen; die Polizei ermittelt wegen mutmaßlicher Amokfahrt.
- Die Opferzahlen sind widersprüchlich: Die Polizei spricht von einem Toten, Oberbürgermeister Jung von zwei Toten.
- Sachsens Ministerpräsident Kretschmer zeigte sich erschüttert und versprach Aufklärung.
- Die Stadt richtete eine Betreuungsstelle für Betroffene und Zeugen ein.
- Die Behörden wollen um 19:30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten.



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