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FC St. Gallen verliert 0:3 gegen Sion und beschert Thun den Meistertitel

Nach einer starken ersten Halbzeit bricht der FCSG in der zweiten Hälfte ein und verpasst es, sich den dritten Platz vorzeitig zu sichern.

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FC St. Gallen verliert 0:3 gegen Sion und beschert Thun den Meistertitel
Nach einer starken ersten Halbzeit bricht der FCSG in der zweiten Hälfte ein und verpasst es, sich den dritten Platz vorCredit · blue News

Die Fakten

  • FC St. Gallen unterliegt FC Sion mit 0:3.
  • Durch die Niederlage wird der FC Thun vorzeitig Meister der Challenge League.
  • Alessandro Vogt vergibt mehrere Chancen, trifft Latte und verfehlt das Tor.
  • Benjamin Kololli erzielt das 0:1 per Hacke nach einer Flanke.
  • Chouaref trifft in der 62. Minute zum 0:2.
  • Das 0:3 fällt in der 77. Minute, besiegelt das Schicksal.
  • Die Frauen des FC Basel verlieren durch einen Wechselfehler die Halbfinal-Qualifikation, St. Gallen rückt nach.
  • Enrico Maaßen verlängerte vorzeitig seinen Vertrag beim FC St. Gallen.

Eine zweite Halbzeit zum Vergessen

Der FC St. Gallen hat eine denkbar schlechte Ausgangslage für den Kampf um den dritten Platz geschaffen. Nach einer dominanten ersten Halbzeit, in der Alessandro Vogt mehrfach an der Latte oder am Tor vorbei scheiterte, brachen die Espen in der zweiten Hälfte komplett ein. Die 0:3-Niederlage gegen den FC Sion beschert dem FC Thun vorzeitig den Meistertitel. Schon in der 16. Minute hatte Sion einen Treffer erzielt, der jedoch nach VAR-Überprüfung wegen eines Fouls im Spielaufbau nicht anerkannt wurde. Das Glück verließ die Ostschweizer endgültig, als Lukas Daschner im eigenen Strafraum fiel, der Ball zu Benjamin Kololli gelangte und dieser per Hacke traf – diesmal zählte der Treffer. In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel dahin. Der FC St. Gallen fand kaum noch Mittel, während Sion durch Chouaref in der 62. Minute und den dritten Treffer in der 77. Minute alles klar machte. Der dritte Platz ist damit noch nicht gesichert.

Vogts vergebene Chancen und die Folgen

Alessandro Vogt war der auffälligste Spieler in der ersten Halbzeit, aber nicht im positiven Sinne. Immer wieder von Lukas Görtler und Jozo Stanic gesucht, scheiterte er sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Fuß. Ein Lattentreffer und mehrere verfehlte Abschlüsse summierten sich zu einer torlosen ersten Hälfte, die hätte entscheidend sein können. Die vergebenen Chancen rächten sich bitter. Hätte St. Gallen früh getroffen, wäre das Spiel anders verlaufen. Stattdessen nutzte Sion die Effizienz, die den Espen fehlte. Die Niederlage bedeutet, dass der FC Thun nun uneinholbar an der Tabellenspitze steht.

Wechselfehler beschert Frauen des FCSG Halbfinal-Einzug

Während die Männermannschaft enttäuschte, gab es für die Frauen des FC St. Gallen unerwartete gute Nachrichten. Die Frauen des FC Basel hatten sich im Penaltyschießen für das Halbfinale qualifiziert, doch ein folgenschwerer Wechselfehler führte zur nachträglichen Korrektur. Statt Basel zieht nun St. Gallen ins Halbfinale ein und trifft dort auf die YB-Frauen. Der Fehler unterstreicht die Bedeutung von administrativen Details im modernen Fußball. Für St. Gallen ist es eine zweite Chance, in dieser Saison noch einen Titel zu holen.

Maaßen verlängert vorzeitig – Vertrauen in die Entwicklung

Trainer Enrico Maaßen hat seinen Vertrag beim FC St. Gallen vorzeitig verlängert. Der 42-Jährige, der zuvor den FC Augsburg in der Bundesliga betreute, betonte: „Können hier nachhaltig etwas entwickeln.“ Unter Maaßen hat St. Gallen 15 Scorerpunkte erzielt und sich im Meisterschaftsrennen lange Zeit gut behauptet. Die Verlängerung ist ein Signal der Kontinuität. Maaßen hatte in Augsburg eine komplexe Geschichte hinter sich, arbeitete seine erste Station in einer ersten Liga intensiv auf und startete in St. Gallen ein neues Abenteuer. Die vorzeitige Vertragsverlängerung zeigt, dass der Klub an den eingeschlagenen Weg glaubt.

Transferaktivitäten: Vogt nach Hoffenheim, Ambrosius zurück zum KSC

Neben den sportlichen Ereignissen gab es mehrere Transfermeldungen. Hoffenheim vermeldete den Transfer von St. Gallens Stürmer Vogt, den der Bundesligist als „Stürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt“ bezeichnete. Berichten zufolge will Hoffenheim eine Klausel für Vogt ziehen, während Prömel im Sommer zu Stuttgart wechseln soll. Auch der KSC holte Ambrosius zurück, was als Reaktion auf Beifus' Saisonaus gilt. Sturm Graz verpflichtete den Schweiz-Legionär Vallci. Verinac wechselte vom VfB Lübeck zum FC St. Gallen – er war drittbester Torschütze der Regionalliga Nord. Diese Transfers zeigen die Dynamik auf dem Transfermarkt und die Rolle St. Gallens als Ausbildungsverein.

Ausblick: Europa-Platz noch nicht sicher

Die Niederlage gegen Sion hat die Ausgangslage für den FC St. Gallen im Kampf um den dritten Platz verschlechtert. Der Europa-Platz ist noch nicht auf sicher. In den verbleibenden Spielen muss die Mannschaft punkten, um die Chance auf internationales Geschäft zu wahren. Die Fans werden hoffen, dass die Mannschaft die Lehren aus dieser enttäuschenden zweiten Halbzeit zieht. Die Offensive um Vogt muss effizienter werden, die Defensive stabiler. Mit Maaßen an der Seitenlinie und den Neuverpflichtungen bleibt die Perspektive positiv, aber die unmittelbare Aufgabe ist klar: den dritten Platz sichern.

Das Wichtigste

  • FC St. Gallen verliert 0:3 gegen Sion und ermöglicht Thun den Meistertitel.
  • Alessandro Vogt vergibt in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen.
  • Die Frauen des FCSG profitieren von einem Wechselfehler des FC Basel und ziehen ins Halbfinale ein.
  • Trainer Enrico Maaßen verlängert vorzeitig seinen Vertrag.
  • Stürmer Vogt wechselt zu Hoffenheim, weitere Transfers betreffen Ambrosius, Vallci und Verinac.
  • Der dritte Platz und damit die Europa-Qualifikation sind noch nicht gesichert.
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