Ex-Miss-Schweiz-Finalistin Kristina Joksimovic getötet: Ehemann vor Gericht
Der 43-jährige Marc Rieben soll seine Frau im Februar 2024 erwürgt und die Leiche zerstückelt haben – der Prozess beginnt in Basel-Landschaft.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Marc Rieben, 43, ist angeklagt, seine Ehefrau Kristina Joksimovic im Februar 2024 getötet zu haben.
- Kristina Joksimovic war Finalistin der Miss-Schweiz-Wahl und arbeitete als Laufstegtrainerin.
- Die Tat ereignete sich in Binningen bei Basel, wo das Paar mit zwei kleinen Kindern lebte.
- Rieben gestand die Tötung, beruft sich aber auf Notwehr.
- Der Leichnam wurde zerstückelt; der Vater des Opfers fand den abgetrennten Kopf im Keller.
- Die Staatsanwaltschaft wirft vorsätzliche Tötung und Vertuschung vor.
- Vor der Tat gab es mehrere Polizeieinsätze wegen Streitigkeiten.
- Rieben sitzt seit Februar 2024 in Untersuchungshaft; ein Haftentlassungsgesuch wurde abgelehnt.
Ein Vorzeigepaar und die dunkle Kehrseite
Marc Rieben und Kristina Joksimovic galten in ihrem Umfeld als erfolgreiche, gut integrierte Familie. Sie war ehemalige Miss-Schweiz-Finalistin und als Laufstegtrainerin tätig, er arbeitete in einem akademisch geprägten Umfeld und stammte aus gut situierten Verhältnissen. Gemeinsam hatten sie zwei kleine Kinder und lebten in Binningen bei Basel. In sozialen Medien zeigte sich ein harmonisches Bild – Urlaube, Familienfotos, Alltagsszenen. Doch laut Ermittlungen war die Realität hinter der Fassade zunehmend von Konflikten geprägt. Nachbarn berichteten von länger andauernden Spannungen, und im Vorfeld des Verschwindens der Frau gab es mehrere Polizeieinsätze wegen Streitigkeiten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beziehung in einer Krise steckte, die schließlich eskalierte.
Der tödliche Streit im Februar 2024
Im Februar 2024 kam es laut Anklage zu einem tödlichen Streit im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Trennung. Rieben soll seine Ehefrau im Verlauf der Auseinandersetzung getötet haben – durch Ersticken, wie die Obduktion ergab. Anschließend kam es zu einer massiven Verstümmelung des Leichnams: Mit einer Stichsäge und einer Gartenschere zerstückelte er den Körper, dann setzte er einen Küchenmixer und Chemikalien ein, um die Teile aufzulösen. Die grausigen Umstände wurden später auch international thematisiert. Der Vater des Opfers begab sich im Haus des Paares auf die Suche und machte im Keller eine erschütternde Entdeckung: Er fand den abgetrennten Kopf seiner Tochter in einem Plastiksack.
Anklage und Verteidigungsstrategie
Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft wirft dem Beschuldigten vorsätzliche Tötung sowie massive Nachhandlungen zur Vertuschung der Tat vor. Im Zentrum steht laut Anklage ein eskalierter Streit über Trennung, Sorgerecht und finanzielle Fragen. Rieben gestand die Tat, gab jedoch an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Mit seinem Ansuchen auf Haftentlassung war er bereits bei Gericht abgeblitzt; er sitzt seit Februar 2024 in Untersuchungshaft. Der Prozess beginnt nun vor dem Strafgericht in Basel-Landschaft. Die Öffentlichkeit erwartet mit Spannung, ob die Verteidigung weitere Details zu den Tatumständen vorbringen wird.
Das Opfer: Vom Rampenlicht ins Privatleben
Kristina Joksimovic wurde einer breiteren Öffentlichkeit als Finalistin der Miss-Schweiz-Wahl bekannt. Nach der Geburt ihrer Kinder zog sie sich aus dem Rampenlicht zurück und baute sich eine neue Karriere mit einem Model-Coaching-Business auf. Sie galt als engagiert, ehrgeizig und familienorientiert. Ihr Tod hinterlässt Familie und Freunde in tiefer Trauer. Fachstellen warnen, dass Femizide oft nicht plötzlich geschehen, sondern das Ende einer langen Spirale aus Kontrolle, psychischer Gewalt und Drohungen sind. Der Fall Joksimovic reiht sich ein in eine traurige Statistik von Gewalttaten an Frauen, die in der Schweiz und weltweit immer wieder erschüttern.
Ein Prozess mit weitreichenden Fragen
Der Prozess gegen Marc Rieben wirft nicht nur juristische, sondern auch gesellschaftliche Fragen auf: Wie konnte ein Paar, das nach außen hin perfekt schien, in eine solche Tragödie abgleiten? Welche Warnzeichen wurden übersehen? Die Ermittler betonen, dass die Tat nicht aus heiterem Himmel kam – die vorangegangenen Polizeieinsätze und die zunehmenden Konflikte deuten auf eine lange Vorgeschichte hin. Die Staatsanwaltschaft wird vor Gericht die Beweise für die vorsätzliche Tötung und die anschließende Vertuschung darlegen. Die Verteidigung hingegen wird versuchen, die Notwehrthese zu untermauern. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, nicht zuletzt wegen der grausigen Details, die den Fall über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht haben.
Das Wichtigste
- Marc Rieben steht wegen Mordes an seiner Frau Kristina Joksimovic vor Gericht; er gestand die Tötung, beruft sich aber auf Notwehr.
- Das Opfer war eine ehemalige Miss-Schweiz-Finalistin und Mutter von zwei Kindern; die Tat ereignete sich im Februar 2024 in Binningen.
- Die Leiche wurde zerstückelt; der Vater des Opfers fand den abgetrennten Kopf im Keller des Hauses.
- Vor der Tat gab es mehrere Polizeieinsätze wegen häuslicher Streitigkeiten – ein Hinweis auf eine eskalierte Beziehungskrise.
- Der Prozess beleuchtet die Diskrepanz zwischen der harmonischen Fassade der Familie und der gewalttätigen Realität.
- Fachstellen betonen, dass Femizide oft das Ende einer langen Spirale von Gewalt sind – der Fall Joksimovic ist ein weiteres Beispiel.






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