Pogacar krönt sich mit viertem Etappensieg und zieht mit Legende Kübler gleich
Der slowenische Weltmeister gewinnt die Königsetappe der 79. Tour de Romandie solo und stellt einen historischen Rekord auf.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Tadej Pogacar gewinnt die 5. Etappe der Tour de Romandie über 149,6 km von Broc nach Charmey.
- Er setzt sich im Schlussspurt gegen Florian Lipowitz und Primoz Roglic durch.
- Pogacar holt seinen vierten Etappensieg bei dieser Austragung und egalisiert damit den Rekord von Ferdi Kübler aus dem Jahr 1951.
- Der Slowene verteidigt das Gelbe Trikot und führt die Gesamtwertung an.
- Die Etappe führte über den Col du Jaun (8,1 km bei 8,3 % Steigung), wo Pogacar die Entscheidung suchte.
- Am Sonntag endet die Rundfahrt mit der 178,2 km langen Schlussetappe von Lucens nach Leysin, inklusive einer 14,3 km langen Bergankunft.
- Pogacar hatte zuvor bereits zwei Sprintsiege und einen zweiten Platz hinter Dorian Godon erzielt.
Pogacars Solo auf der Königsetappe
Tadej Pogacar hat am Samstag die Königsetappe der 79. Tour de Romandie gewonnen und sich damit seinen vierten Etappensieg bei dieser Austragung gesichert. Der slowenische Weltmeister setzte sich nach 149,6 Kilometern zwischen Broc und Charmey im Alleingang durch und zog mit dem legendären Ferdi Kübler gleich, der 1951 ebenfalls vier Etappen gewonnen hatte. Pogacar, der bereits das Gelbe Trikot trug, attackierte in der letzten der drei Auffahrten zum Col du Jaun (8,1 km bei durchschnittlich 8,3 Prozent Steigung), rund 20 Kilometer vor dem Ziel. Zunächst konnte er den Franzosen Lenny Martinez und den Dänen Jorgen Nordhagen abschütteln, später auch den Deutschen Florian Lipowitz, der schließlich Zweiter wurde. Der Slowene fuhr die Abfahrt allein hinunter und stemmte sich im Ziel gegen den Gegenwind zum Sieg.
Historischer Rekord eingestellt
Mit seinem vierten Etappenerfolg in der Romandie-Rundfahrt egalisiert Pogacar den Rekord von Ferdi Kübler, der 1951 ebenfalls vier Etappen gewonnen hatte. Kübler, ein Schweizer Radsportstar der 1950er Jahre, war einer der dominantesten Fahrer seiner Zeit. Pogacar, bereits viermaliger Tour-de-France-Sieger, unterstreicht damit seine außergewöhnliche Form in dieser Saison. Der Slowene hatte zuvor zwei Etappen im Sprint gewonnen, musste sich am Freitag jedoch dem Franzosen Dorian Godon geschlagen geben. Am Samstag zeigte er sich in der Königsdisziplin, dem Bergfahren, von seiner stärksten Seite und demonstrierte seine Überlegenheit im Kampf gegen die Uhr und die Konkurrenz.
Die Verfolger im Klassement
Hinter Pogacar belegte der Deutsche Florian Lipowitz den zweiten Platz, gefolgt vom Slowenen Primoz Roglic, der ebenfalls aus dem Hinterfeld zurückgekommen war. Die drei Topfahrer der Gesamtwertung – Pogacar, Lipowitz und Roglic – lieferten sich ein packendes Duell, das Pogacar für sich entschied. Der Slowene hatte bereits am Mittwoch auf der ersten Bergetappe in Ovronnaz eine eher verhaltene Leistung gezeigt, diesmal aber von Beginn an Druck gemacht. Sein Team UAE setzte ihn früh in Position, um die Ausreißergruppe zu stellen, und er nutzte die Gelegenheit, um seine Stärke zu demonstrieren.
Die entscheidenden Zahlen der Etappe
Die 5. Etappe war 149,6 Kilometer lang und führte von Broc nach Charmey in den Alpen des Kantons Freiburg. Die entscheidende Steigung, der Col du Jaun, erstreckte sich über 8,1 Kilometer bei einer Durchschnittssteigung von 8,3 Prozent. Pogacar startete seinen Angriff 20 Kilometer vor dem Ziel und fuhr die letzten Kilometer allein. Die 79. Ausgabe der Tour de Romandie verzichtet in diesem Jahr auf das traditionelle Einzelzeitfahren. Stattdessen endet die Rundfahrt am Sonntag mit einer 178,2 Kilometer langen Etappe von Lucens nach Leysin, die eine 14,3 Kilometer lange Schlusssteigung mit einer Durchschnittssteigung von 5,9 Prozent beinhaltet.
Ausblick auf das Finale in Leysin
Am Sonntag steht die letzte Etappe der Tour de Romandie an: 178,2 Kilometer von Lucens nach Leysin mit einer langen Bergankunft. Die Schlusssteigung ist 14,3 Kilometer lang und weist eine Durchschnittssteigung von 5,9 Prozent auf – eine letzte Gelegenheit für die Konkurrenz, Pogacar herauszufordern. Pogacar selbst gab sich nach dem Sieg zurückhaltend: „Ce n'est pas encore fini“ („Es ist noch nicht vorbei“), sagte er und deutete an, dass die Entscheidung im Gesamtklassement noch ausstehen könnte. Der Slowene führt die Wertung an, aber die Schlussetappe könnte noch einmal für Spannung sorgen.
Pogacars Saison und die Bedeutung des Rekords
Mit seinem vierten Etappensieg in der Romandie-Rundfahrt schreibt Pogacar Geschichte. Der slowenische Weltmeister, der bereits die Tour de France viermal gewonnen hat, zeigt sich in bestechender Form und untermauert seinen Anspruch auf weitere große Erfolge in dieser Saison. Der Rekord von Ferdi Kübler, der 1951 aufgestellt wurde, hatte über 70 Jahre Bestand. Pogacar, der erst 26 Jahre alt ist, hat nun die Chance, diesen Meilenstein zu übertreffen, falls er am Sonntag eine weitere Etappe gewinnt. Die Radsportwelt blickt gespannt auf das Finale in Leysin.
Das Wichtigste
- Tadej Pogacar gewinnt die 5. Etappe der Tour de Romandie und stellt mit vier Etappensiegen den Rekord von Ferdi Kübler aus dem Jahr 1951 ein.
- Der Slowene verteidigt das Gelbe Trikot und führt die Gesamtwertung vor Florian Lipowitz und Primoz Roglic an.
- Die Entscheidung fiel am Col du Jaun, wo Pogacar 20 Kilometer vor dem Ziel attackierte und solo ins Ziel fuhr.
- Die 79. Austragung der Tour de Romandie endet am Sonntag mit einer Bergetappe nach Leysin (14,3 km bei 5,9 % Steigung).
- Pogacar warnt: „Es ist noch nicht vorbei“ – die Schlussetappe könnte das Gesamtklassement noch einmal durcheinanderwirbeln.


