Lipowitz scheitert erneut an Pogacar: Deutscher muss sich bei Tour de Romandie 2026 mit Platz zwei begnügen
Der 25-Jährige attackierte auf der Schlussetappe mehrfach, doch der slowenische Weltmeister konterte alle Angriffe und feierte seinen achten Saisonsieg.
SWITZERLAND —
Die Fakten
- Tour de Romandie 2026: 28. April bis 3. Mai, 851,3 km und 14.266 Höhenmeter.
- Schlussetappe: Bergankunft in Leysin, Tadej Pogacar gewinnt mit 3 Sekunden Vorsprung vor Florian Lipowitz.
- Pogacar holt vierten Etappensieg bei dieser Rundfahrt und achten Saisonsieg.
- Lipowitz bleibt Zweiter der Gesamtwertung, nachdem er zuvor bereits drei einwöchige WorldTour-Rennen auf dem Podium beendete.
- Pogacar gewann zuvor die Monumente Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich.
- Lipowitz übernimmt das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers bei der Tour de France 2025.
- Die 79. Auflage der Tour de Romandie umfasst sechs Etappen, darunter einen Prolog und fünf Massenstartetappen.
Ein Duell auf Augenhöhe – bis zum letzten Kilometer
Florian Lipowitz hat auf der finalen Etappe der Tour de Romandie 2026 alles gegeben, um Tadej Pogacar zu bezwingen. Rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel in Leysin attackierte der Deutsche als erster der Favoriten. Dem Angriff konnte nur Pogacar folgen – der Weltmeister ließ sich am Hinterrad seines Herausforderers mitnehmen, ohne sichtbare Mühe. Als die Verfolger auf dem letzten Kilometer wieder näher kamen, forcierten beide Fahrer noch einmal das Tempo. Doch erneut war es Pogacar, der den entscheidenden Satz machte und Lipowitz um drei Sekunden distanzierte. Damit verwies der Slowene den Deutschen zum dritten Mal in dieser Woche auf den zweiten Etappenrang.
Pogacars Dominanz: Vier Etappensiege und Gelbes Trikot
Mit dem Sieg auf der Schlussetappe sicherte sich Tadej Pogacar souverän das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Es ist sein erster Rundfahrtsieg in der noch jungen Saison 2026, nachdem er zuvor bereits vier Eintagesrennen gewonnen hatte – darunter die Monumente Mailand-San Remo, die Flandern-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich. Insgesamt feierte der amtierende Weltmeister damit seinen achten Saisonsieg, vier davon bei dieser Rundfahrt. Pogacar zeigte sich beeindruckt von der Leistung seines Kontrahenten. „Er war wirklich eindrucksvoll“, lobte der Slowene nach der Bergankunft. „Er hat einen echt guten Job gemacht.“
Lipowitz‘ starke Frühjahrsbilanz trotz knapper Niederlagen
Für Florian Lipowitz endete die Tour de Romandie 2026 mit einer weiteren knappen Niederlage im direkten Duell mit Pogacar. Dennoch kann der 25-Jährige auf eine beeindruckende Frühjahrssaison zurückblicken. Bei allen drei einwöchigen WorldTour-Rennen, die er in diesem Jahr bestritt, landete er auf dem Podium der drei besten Fahrer in der Gesamtwertung. Als Kapitän des Red-Bull-BORA-hansgrohe Teams fügte Lipowitz seiner Vita die insgesamt siebte Top-3-Platzierung in einem WorldTour-Rennen hinzu. „Ich bin stärker als letztes Jahr“, zog der Deutsche Bilanz. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers bei der Tour de France 2025 hatte er bereits zuvor übernommen.
Die Strecke: Ein Steigerungslauf durch die Westschweiz
Die 79. Auflage der Tour de Romandie (Kategorie 2.UWT) führte die Fahrer vom 28. April bis 3. Mai durch die Westschweiz. Auf sechs Etappen – einem Prolog und fünf Massenstartetappen – waren insgesamt 851,3 Kilometer und 14.266 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke war als Steigerungslauf konzipiert: Von Tag zu Tag wurden die Teilstücke schwerer, die Entscheidung fiel erst am Schlusstag bei der Bergankunft in Leysin oberhalb von Aigle. Die vierte Etappe führte über drei Runden über den Jaunpass, wo Pogacar seine Konkurrenz entscheidend distanzierte. Zuvor hatte es auf der zweiten Etappe einen Schreckmoment gegeben, als die gesamte Spitzengruppe um Georg Steinhauser in einem Kreisverkehr stürzte.
Ausblick: Lipowitz als ernstzunehmender Herausforderer
Die Tour de Romandie 2026 hat gezeigt, dass Florian Lipowitz zu den wenigen Fahrern gehört, die Tadej Pogacar fordern können. Der Deutsche attackierte mehrfach, doch der Slowene erwies sich als nahezu unschlagbar. Pogacar selbst betonte nach der Schlussetappe, dass die Attacke seines Rivalen „sehr gut“ gewesen sei – eine Anerkennung, die zeigt, dass Lipowitz‘ Leistung auch beim Weltmeister Eindruck hinterlassen hat. Mit sieben Top-3-Platzierungen in WorldTour-Rennen und einer konstanten Steigerung in dieser Saison positioniert sich Lipowitz als einer der vielversprechendsten Fahrer im Peloton. Ob er Pogacar bei den großen Rundfahrten im Sommer herausfordern kann, bleibt abzuwarten – die Tour de Romandie hat jedoch gezeigt, dass der Deutsche bereit ist, den Kampf aufzunehmen.
Das Wichtigste
- Tadej Pogacar gewinnt die Tour de Romandie 2026 mit vier Etappensiegen und seinem achten Saisonsieg.
- Florian Lipowitz wird dreimal Etappenzweiter und bleibt Gesamtzweiter – seine siebte Top-3-Platzierung in einem WorldTour-Rennen.
- Die Rundfahrt umfasste 851,3 km und 14.266 Höhenmeter, die Entscheidung fiel auf der Schlussetappe in Leysin.
- Lipowitz beendete alle drei einwöchigen WorldTour-Rennen dieser Saison auf dem Podium.
- Pogacar lobte Lipowitz mehrfach als starken Herausforderer, der ihn an seine Grenzen brachte.





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