Britische Taucher entdecken Wrack der „Tampa“ – größter Verlust der USA im Ersten Weltkrieg
Das US-Kampfschiff sank 1918 nach einem deutschen Torpedoangriff; alle 131 Besatzungsmitglieder starben. Nun fanden Taucher das Wrack in 95 Metern Tiefe vor der englischen Küste.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Das Tauchteam „Gasperados“ entdeckte das Wrack der „Tampa“ in 95 Metern Tiefe, 80 Kilometer vor Newquay, England.
- Die „Tampa“ wurde am 26. September 1918 von einem deutschen U-Boot torpediert und sank in weniger als drei Minuten.
- Alle 131 Menschen an Bord – darunter Küstenwächter, US- und britische Marineangehörige sowie Zivilisten – kamen ums Leben.
- Der Fund ist das Ergebnis dreijähriger Forschung und Erkundung durch das Team Gasperados.
- Die US-Küstenwache entwickelt Pläne zur weiteren Untersuchung des Wracks.
- Historiker William Thiesen von der US-Küstenwache unterstützte die Suche mit Archivbildern und technischen Daten.
- Die „Tampa“ war während des Ersten Weltkriegs zum Konvoi-Dienst in europäischen Gewässern eingesetzt.
Sensationsfund vor der englischen Küste
Britische Taucher haben das Wrack des US-Kampfschiffs „Tampa“ entdeckt – 108 Jahre nach seiner Versenkung. Das Schiff liegt in rund 95 Metern Tiefe im Atlantik, etwa 80 Kilometer vor Newquay an der englischen Küste. Der Fund gilt als Sensation, denn die „Tampa“ war das größte im Ersten Weltkrieg verlorene US-Schiff. Das Tauchteam „Gasperados“ gab die Entdeckung auf seiner Facebook-Seite bekannt. „Diese Entdeckung ist das Ergebnis dreijähriger Forschung und Erkundung“, sagte Teamleiter Steve Mortimer. Die Taucher hatten bereits 2023 das Coast Guard Historian‘s Office kontaktiert, um bei der Suche nach dem Wrack Hilfe zu erhalten.
Der Untergang der „Tampa“
Die „Tampa“ war von der US-Küstenwache während des Ersten Weltkriegs zum Konvoi-Dienst in europäischen Gewässern abkommandiert worden. Am 26. September 1918 löste sie sich von ihrem Konvoi auf dem Bristol-Kanal und fuhr in Richtung Wales. In den Abendstunden wurde das Schiff von einem deutschen U-Boot entdeckt und torpediert. Das Schiff sank in weniger als drei Minuten. Alle 131 Menschen an Bord – darunter Küstenwächter, Angehörige der US- und britischen Marine sowie Zivilisten – kamen ums Leben. Der Untergang der „Tampa“ war der größte Verlust für die Vereinigten Staaten im Ersten Weltkrieg.
Dreijährige Suche mit historischen Aufzeichnungen
Die Entdeckung des Wracks war kein Zufall, sondern das Ergebnis systematischer Recherche. Das Team Gasperados durchforstete historische Aufzeichnungen und technische Daten, darunter Archivbilder des Schiffes. Unterstützt wurden sie dabei von William Thiesen, Historiker der US-Küstenwache. „Ihre letzte Ruhestätte ist nun endlich bekannt“, schrieben die Taucher auf Facebook. Der Fund sei bereits der zehnte Tauchgang zu möglichen Zielen gewesen. „Jeder – ob Skipper, Crew, Forscher, Verbindungsmann oder Taucher – hat dazu beigetragen. Wir sind immer noch total begeistert. Wir haben es geschafft!“
Bedeutung für die USA und die Angehörigen
Die „Tampa“ ist von enormer historischer Bedeutung für die Vereinigten Staaten. Das Wrack gilt als Kriegsgrab und Mahnmal für die gefallenen Soldaten. Die US-Küstenwache hat angekündigt, Pläne zur weiteren Untersuchung des Wracks zu entwickeln. Die Taucher stehen nach eigenen Angaben mit der Küstenwache „bezüglich des weiteren Vorgehens in Kontakt“. Der Fund ermöglicht es den Angehörigen der Opfer, endlich den genauen Ort des Untergangs zu kennen.
Ausblick: Weitere Untersuchungen geplant
Mit der Entdeckung ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Die US-Küstenwache will das Wrack nun genauer untersuchen lassen. Dabei geht es sowohl um die Dokumentation des Zustands als auch um die Frage, ob das Wrack als historische Stätte geschützt werden soll. Die „Gasperados“ werden die Behörden weiterhin unterstützen. Die genauen Pläne für die nächsten Schritte stehen jedoch noch nicht fest. Klar ist: Der Fund der „Tampa“ schreibt ein Stück Militärgeschichte neu und gibt den Toten des Ersten Weltkriegs ein Gesicht.
Das Wichtigste
- Das Wrack der „Tampa“ wurde 108 Jahre nach der Versenkung in 95 Metern Tiefe vor der englischen Küste entdeckt.
- Alle 131 Besatzungsmitglieder starben beim Untergang am 26. September 1918 nach einem deutschen Torpedoangriff.
- Das Tauchteam „Gasperados“ fand das Wrack nach dreijähriger Recherche mit Unterstützung der US-Küstenwache.
- Die „Tampa“ war das größte im Ersten Weltkrieg verlorene US-Schiff.
- Die US-Küstenwache plant weitere Untersuchungen des Wracks.
- Der Fund gibt den Angehörigen der Gefallenen Gewissheit über die letzte Ruhestätte.







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