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Max Eberl kann sich Verlängerung beim FC Bayern vorstellen

Sportvorstand äußert sich zu seiner Zukunft und dem Verhältnis zu Uli Hoeneß vor dem PSG-Rückspiel.

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Max Eberl kann sich Verlängerung beim FC Bayern vorstellen
Sportvorstand äußert sich zu seiner Zukunft und dem Verhältnis zu Uli Hoeneß vor dem PSG-Rückspiel.Credit · BILD

Die Fakten

  • Max Eberl hat eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern angedeutet.
  • Eberls aktueller Vertrag läuft bis Sommer 2025.
  • Er kam im März 2024 vom RB Leipzig zum FC Bayern.
  • Mit Bayern gewann er zwei Meisterschaften und den DFL-Supercup.
  • Uli Hoeneß gilt als Förderer und Kritiker Eberls.
  • FC Bayern verlängert Vorstandsverträge nicht früher als ein Jahr vor Auslaufen.

Eberl signalisiert Bereitschaft zur Vertragsverlängerung

Sportvorstand Max Eberl vom FC Bayern München hat sich offen für eine Zukunft über seine aktuelle Vertragslaufzeit hinaus gezeigt. Angesprochen auf eine mögliche Verlängerung seines bis Sommer 2025 datierten Kontrakts, signalisierte der 52-Jährige seine Bereitschaft, länger bei den Münchnern zu bleiben, sofern seine Arbeit positiv bewertet wird. Die Aussagen fielen am Rande des Champions-League-Halbfinal-Rückspiels gegen Paris Saint-Germain. "Jetzt haben wir, glaube ich, sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht. Ich fühle mich sehr, sehr wohl", erklärte Eberl im Gespräch mit DAZN. Er betonte, dass seine Arbeit bewertet werden solle. "Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben." Diese Offenheit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der FC Bayern kurz vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft steht und im DFB-Pokalfinale steht, wenngleich der Traum vom Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain geplatzt ist.

Anfängliche Reibungen und die Rolle von "Charakterköpfen"

Eberl räumte ein, dass seine Anfangszeit beim FC Bayern nicht immer reibungslos verlief. "Das, was ich hier investiert habe, das Herzblut, das, was ich mit den Menschen zusammen gemacht habe – das war am Anfang nicht ganz einfach, weil natürlich ein paar Charakterköpfe aufeinander getroffen sind", sagte er. Diese Dynamik sei jedoch gerade für einen großen Verein wie Bayern München essenziell. "Aber ich glaube, nur das hilft auch so einem großen Verein wie Bayern München, dass man sich reibt, dass man miteinander diskutiert", fuhr Eberl fort. Diese Auseinandersetzungen seien notwendig, um den Verein voranzubringen. Er sieht die aktuelle Phase als Beweis dafür, dass diese anfänglichen Reibungen zu positiven Entwicklungen geführt haben, und fühlt sich mit den eingeleiteten Maßnahmen und den Menschen im Verein sehr wohl.

Das Verhältnis zu Uli Hoeneß und die interne Politik

Eine zentrale Figur im Umfeld des FC Bayern ist Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der sowohl als Förderer als auch als Kritiker Eberls gilt. Hoeneß wich einer direkten Frage zur Vertragsverlängerung Eberls vor dem Spiel gegen PSG aus. Er verwies auf eine interne Regelung des Vereins, wonach Vorstandsverträge nicht früher als ein Jahr vor ihrem Auslaufen verlängert werden dürfen. Diese Regelung gilt laut Hoeneß auch für Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, dessen Vertrag ebenfalls noch rund ein Jahr läuft. Hoeneß kündigte an, dass die Aufsichtsratssitzung in etwa 14 Tagen weitere Klärung bringen könnte, echte Vertragsgespräche seien jedoch frühestens ab dem 1. Mai möglich. Die Haltung Hoeneß' wird von Experten wie Michael Ballack als Indikator für Eberls Position im Verein gesehen, der Hoeneß' Lob für Eberls Arbeit, insbesondere im Hinblick auf die Personalie Michael Olise, als aufrichtig interpretiert.

Zukunftsperspektiven für den Kader und Schlüsselspieler

Eberl äußerte sich auch zu den anstehenden Personalentscheidungen bei Schlüsselspielern, die für die Kaderplanung der kommenden Saisons von Bedeutung sind. Er sicherte zu, dass der FC Bayern auch für die Saison 2026/27 über einen schlagkräftigen Kader verfügen werde. Die Gespräche mit Torwart-Legende Manuel Neuer stehen vor einer Verlängerung um ein weiteres Jahr, wobei die Details noch besprochen werden müssen. Bei Mittelfeldspieler Konrad Laimer hingegen gestalten sich die Verhandlungen offenbar schwieriger und könnten zu einem "Poker" werden, bei dem möglicherweise ein Exempel statuiert wird. Eberl deutete an, dass hier unterschiedliche Standpunkte existieren, die jedoch nicht in den kommenden Wochen, sondern erst später geklärt werden sollen. Die Zukunft von Spielern wie Laimer könnte somit auch Indikatoren für die zukünftige Ausrichtung und die Verhandlungsstärke des Sportvorstands geben.

Erfolgreiche Saison trotz Champions-League-Enttäuschung

Max Eberl, der im März 2024 nach weniger als einem Jahr bei RB Leipzig zum FC Bayern wechselte, kann trotz des Ausscheidens im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain auf eine insgesamt erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Münchner haben die deutsche Meisterschaft bereits gewonnen und stehen kurz vor dem DFB-Pokalfinale. Diese Erfolge werden auch Eberls Verdiensten zugeschrieben, der maßgeblich an der Zusammenstellung des Kaders und den strategischen Weichenstellungen beteiligt war. Die Bilanz seiner bisherigen Amtszeit beim Rekordmeister umfasst zwei Meisterschaften und einen DFL-Supercup-Sieg. Trotz gelegentlicher Kritik an seiner Arbeit und seiner Person, wie sie auch von Uli Hoeneß geübt wird, scheint Eberl die Herausforderungen im Verein anzunehmen und sich mit den eingeleiteten Prozessen identifizieren zu können. Sein Engagement und seine Bereitschaft, sich auf Reibungen einzulassen, werden als positive Faktoren für die Weiterentwicklung des Vereins gewertet.

Das Wichtigste

  • Max Eberl hat seine Bereitschaft erklärt, seinen bis 2025 laufenden Vertrag beim FC Bayern zu verlängern.
  • Er beschreibt seine Anfangszeit beim FC Bayern als herausfordernd, betont aber die Wichtigkeit von Reibungen für einen großen Verein.
  • Uli Hoeneß' Haltung zur Vertragsverlängerung ist zurückhaltend, verweist auf interne Regeln, lobt aber Eberls Arbeit.
  • Die Entscheidung über Eberls Zukunft könnte nach der Aufsichtsratssitzung in etwa 14 Tagen konkreter werden.
  • Die Kaderplanung für die Saison 2026/27 läuft, mit laufenden Verhandlungen für Manuel Neuer und Konrad Laimer.
  • Eberl wird trotz des Champions-League-Ausfalls eine Mitverantwortung für die insgesamt erfolgreiche Saison zugeschrieben.
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