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Galatasaray verliert 1:4 in Samsun – Meistertitel in Gefahr

Nach der Pleite beim Abstiegskandidaten schrumpft der Vorsprung auf Fenerbahce auf vier Punkte – zwei Spieltage vor Saisonende.

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Galatasaray verliert 1:4 in Samsun – Meistertitel in Gefahr
Nach der Pleite beim Abstiegskandidaten schrumpft der Vorsprung auf Fenerbahce auf vier Punkte – zwei Spieltage vor SaisCredit · Sözcü Gazetesi

Die Fakten

  • Galatasaray unterliegt Samsunspor mit 1:4.
  • Leroy Sané trifft zweimal nur Aluminium (36. Minute: Ecke auf die Linie; 60. Minute: Pfostenschuss).
  • Victor Osimhen wird von Rick van Drongelen ausgeschaltet.
  • Torhüter Günay Güvenc sieht nach Notbremse die Rote Karte (63. Minute).
  • Samsunspor trifft durch Marius (22., 71.) und Cherif Ndiaye (57., 82.).
  • Galatasaray hat bereits den Pokal verpasst.
  • Die letzten Spiele sind gegen Antalyaspor und Kasimpasa.

Ein Abend zum Vergessen in Samsun

Galatasaray Istanbul hat im Kampf um die türkische Meisterschaft einen schweren Rückschlag erlitten. Der Tabellenführer verlor am vorletzten Spieltag mit 1:4 bei Samsunspor, einem Klub aus dem unteren Tabellendrittel. Dabei hätte ein Sieg die Mannschaft um Leroy Sané dem Titel ganz nah gebracht. Stattdessen schrumpfte der Vorsprung auf den Erzrivalen Fenerbahce auf vier Punkte – zwei Runden vor Schluss. Die türkische Sportpresse reagierte schonungslos: „Galatasaray ist in Samsun untergegangen“, schrieb Fanatik. Die Hürriyet sprach von einem „herben Rückschlag“ und einem „riesigen Dämpfer“ für die Löwen.

Traumstart und früher Ausgleich

Die Partie begann vielversprechend für Galatasaray. Bereits in der 9. Minute erzielte Yunus Akgün per Lupfer die Führung – der Ball landete in der langen Ecke. Doch dann verloren die Gäste völlig den Faden. Victor Osimhen, der zentrale Stürmer, wurde vom überragenden Ex-Hamburger Rick van Drongelen ausgeschaltet. Samsunspor glich in der 22. Minute durch Marius aus. Nach der Pause drehte die Heimmannschaft die Partie endgültig: Cherif Ndiaye traf in der 57. Minute, Marius legte in der 71. Minute nach, und Ndiaye setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt zum 4:1.

Sané scheitert zweimal um Zentimeter

Leroy Sané, der als Rechtsaußen begann, war der auffälligste Akteur auf Seiten Galatasarays. Gleich zweimal fehlten dem deutschen Nationalspieler nur Zentimeter zu einem Treffer. In der 36. Minute, beim Stand von 1:1, schoss Sané eine Ecke fast direkt ins Tor – Keeper Okan Kocuk rettete auf der Linie. In der 60. Minute wäre Kocuk geschlagen gewesen. Sané donnerte einen Flachschuss aus 16 Metern an den Pfosten. Es wäre das 2:2 gewesen. Stattdessen blieb es beim Rückstand, der sich später noch vergrößerte.

Rote Karte für Torhüter Güvenc

Zu allem Überfluss beendete Galatasaray die Begegnung in Unterzahl. In der 63. Minute leistete sich Osimhen einen katastrophalen Rückpass über den halben Platz. Torhüter Günay Güvenc musste den Ball mit der Hand vor dem eigenen Strafraum retten, um ein sicheres Gegentor zu vermeiden – und sah dafür die Rote Karte. Damit stand Galatasaray nicht nur ohne seinen etatmäßigen Keeper da, sondern auch in numerischer Unterlegenheit. Die verbleibenden Minuten waren eine einzige Demonstration der Hilflosigkeit.

Meisterschaftsentscheidung in den letzten beiden Spielen

Nun entscheiden die Partien gegen Antalyaspor und Kasimpasa über den Titel. Galatasaray hat es nicht mehr in der eigenen Hand: Sollte Fenerbahce beide verbleibenden Spiele gewinnen, müsste Galatasaray mindestens vier Punkte holen, um die Meisterschaft zu sichern. Der Vorsprung beträgt nur noch vier Zähler. Hinzu kommt, dass Galatasaray den Pokal bereits verpasst hat. Die Mannschaft von Trainer Okan Buruk steht unter enormem Druck. Die sportliche Krise kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Transfersorgen und Personalfragen

Parallel zu den sportlichen Problemen beschäftigen Galatasaray auch personelle Fragen. Der vom FC Bayern ausgeliehene Rechtsverteidiger Sacha Boey, der im Winter zurückkehrte, soll dem Vernehmen nach zu teuer sein für eine feste Verpflichtung. Das Interesse der Istanbuler liege rund zehn Millionen Euro unter der Kaufoption. Auch die Zukunft von Leroy Sané ist ungewiss. Der Flügelspieler, der im Sommer von Bayern zu Galatasaray wechselte, hat seinen Marktwert in der Türkei nicht steigern können – er verzeichnete bereits das dritte Minus seit seinem Wechsel. Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte Sané zwar, schränkte aber ein: „Wir wissen nie 100 Prozent, was am Ende auf den Platz kommt.“

Ein Rekord für Podolski als Lichtblick

Ein kleiner Lichtblick abseits der Krise: Der frühere Galatasaray-Stürmer Lukas Podolski hat mit seinem Pokalsieg für Górnik Zabrze einen Rekord aufgestellt. Der 40-jährige Weltmeister von 2014 gewann damit in fünf verschiedenen Ländern einen nationalen Pokal – mehr als jeder andere Spieler. Podolski überholte damit Größen wie Fredrik Ljungberg und Lucas Barrios. Für Galatasaray bleibt derweil nur die Hoffnung, dass die Mannschaft in den letzten beiden Spielen die Nerven behält. Die Meisterschaft ist noch nicht verloren, aber der Spielraum wird von Tag zu Tag kleiner.

Das Wichtigste

  • Galatasaray verlor 1:4 bei Samsunspor, der Vorsprung auf Fenerbahce schrumpfte auf vier Punkte.
  • Leroy Sané traf zweimal nur das Aluminium und blieb ohne Tor.
  • Victor Osimhen wurde von Rick van Drongelen neutralisiert.
  • Torhüter Günay Güvenc sah die Rote Karte nach einer Notbremse.
  • Die Entscheidung um die Meisterschaft fällt in den Spielen gegen Antalyaspor und Kasimpasa.
  • Galatasaray hat bereits den Pokal verpasst und steht unter Druck.
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