Abschaffung der Punkteteilung: Wie die ADMIRAL Bundesliga ihre künstliche Spannung verliert
Die Halbierung der Punkte nach 22 Runden wird zur neuen Saison gestrichen – eine Analyse der „wahren Tabelle“ zeigt, wie sehr das bisherige System die Abstiegszone verzerrte.

AUSTRIA —
Die Fakten
- Die Punkteteilung in der ADMIRAL Bundesliga wird mit Beginn der kommenden Saison abgeschafft.
- In der Meistergruppe hätte der LASK auch ohne Punkteteilung zwei Punkte Vorsprung, Austria Wien und Rapid hätten die Plätze getauscht.
- In der Qualifikationsgruppe wären ohne Punkteteilung nur noch GAK und Blau-Weiß Linz im Abstiegskampf, statt fünf Teams.
- Die WSG Tirol hätte ohne Punkteteilung einen komfortablen Vorsprung von fünf Punkten vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz.
- Der WAC, die WSG Tirol und Altach wären ohne Punkteteilung bereits gerettet.
- Spieler und Verantwortliche begrüßen die Abschaffung der Punkteteilung.
Das Ende einer umstrittenen Regel
Mit Beginn der kommenden Saison wird die Punkteteilung in der ADMIRAL Bundesliga abgeschafft. Die Regel, die nach 22 Runden die Punkte aller Teams halbierte, hatte die Liga für neutrale Fans spannender gemacht, aber bei vielen Mannschaften für zusätzlichen Druck gesorgt. Insbesondere in der Qualifikationsgruppe entfachte die Punkteteilung oft neue Ängste im Kampf um den Klassenerhalt. Die Salzburger Dominanz bröckelte in den letzten Jahren, während die Kritik am System zunahm. Die Abschaffung markiert einen Wendepunkt für die Liga, die künftig auf künstliche Spannungsmomente verzichtet.
Die „wahre Tabelle“ der Meistergruppe
Eine Analyse ohne Punkteteilung zeigt, dass die Meistergruppe platzierungstechnisch nahezu unverändert bliebe. Der LASK würde mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze stehen, gefolgt von Sturm Graz und Red Bull Salzburg mit jeweils zwei Zählern Rückstand. Austria Wien und Rapid hätten lediglich die Plätze getauscht, Hartberg bliebe Schlusslicht. Die Unterschiede zur tatsächlichen Tabelle sind minimal. Die Punkteteilung hatte in der Meistergruppe kaum Auswirkungen auf die Rangfolge, sondern beeinflusste vor allem die psychologische Dynamik.
Qualifikationsgruppe: Ein völlig anderes Bild
In der Qualifikationsgruppe wäre die Situation ohne Punkteteilung eine grundlegend andere. Zwei Runden vor Saisonende würden nur noch der GAK und Blau-Weiß Linz um den Abstieg kämpfen – ein eklatanter Unterschied zur Realität, wo bis auf die gesicherte SV Ried noch alle anderen fünf Teams abstiegsgefährdet sind. Der WAC, die WSG Tirol und Cup-Finalist Altach wären bereits gerettet. Der GAK hätte mit fünf Punkten Vorsprung vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz ein komfortables Polster. Die Punkteteilung hatte in dieser Gruppe die Abstiegszone künstlich aufgebläht und den Druck auf Teams erhöht, die sportlich eigentlich gut dastehen.
Ein Beispiel: Die WSG Tirol
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Wirkung der Punkteteilung: Nach 22 Runden hielt die WSG Tirol bei 31 Punkten und lag damit 15 Zähler vor Schlusslicht Blau-Weiß Linz. Durch die Halbierung schmolz dieser Vorsprung auf acht Zähler. Nach 30 gespielten Runden liegen die Tiroler nur noch drei Punkte vor Blau-Weiß und sind trotz eines starken Grunddurchgangs weiter in Abstiegsnot. Ohne Punkteteilung wäre die WSG Tirol bereits gerettet. Das Beispiel zeigt, wie die Regel Teams bestrafte, die in der ersten Saisonhälfte gut gespielt hatten, und den Abstiegskampf künstlich verlängerte.
Reaktionen aus der Liga
Spieler und Verantwortliche begrüßen die Abschaffung der Punkteteilung. Sie sehen darin eine Rückkehr zu mehr Fairness und Planbarkeit. Die künstliche Spannung, die die Regel erzeugte, wurde zunehmend als Belastung empfunden. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Dominanz von Red Bull Salzburg bröckelt. Die Liga hofft, durch die Abschaffung der Punkteteilung langfristig für mehr Wettbewerbsgleichheit zu sorgen.
Ausblick: Was die neue Regelung bedeutet
Mit der Abschaffung der Punkteteilung entfällt ein zentrales Element der ADMIRAL Bundesliga, das die Liga in den letzten Jahren geprägt hat. Die Meistergruppe wird weiterhin um den Titel kämpfen, während die Qualifikationsgruppe künftig weniger von künstlichen Verzerrungen betroffen sein wird. Die wahre Tabelle ohne Punkteteilung zeigt, dass die Abstiegszone in dieser Saison deutlich kleiner wäre. Die Liga wird sich nun darauf konzentrieren müssen, andere Wege zu finden, um Spannung zu erzeugen – ohne die sportliche Fairness zu beeinträchtigen.
Das Wichtigste
- Die Punkteteilung wird zur neuen Saison abgeschafft, nachdem die Kritik an der künstlichen Verzerrung zugenommen hatte.
- In der Meistergruppe hätte die Abschaffung kaum Auswirkungen auf die Platzierungen, in der Qualifikationsgruppe hingegen massiv.
- Ohne Punkteteilung wären der WAC, die WSG Tirol und Altach bereits gerettet, statt im Abstiegskampf zu stecken.
- Die WSG Tirol verlor durch die Halbierung einen Vorsprung von 15 Punkten und kämpft nun gegen den Abstieg.
- Spieler und Verantwortliche begrüßen die Änderung als Schritt zu mehr Fairness.
- Die Liga muss neue Wege finden, um Spannung zu erzeugen, ohne die sportliche Integrität zu gefährden.







Arsenal vor erstem Champions-League-Finale seit 20 Jahren: Gyökeres als Trumpf

LASK empfängt Rapid: Doubel-Träume und Mission 33 im Montag-Schlager

Bukayo Saka schießt Arsenal nach 20 Jahren ins Champions-League-Finale
