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Mayon-Vulkan auf den Philippinen ausgebrochen: 52 Dörfer von Asche bedeckt, Lavaströme fließen

Der aktivste Vulkan des Inselstaats schleudert Aschewolken in den Himmel, während Behörden Evakuierungen einleiten und eine Sperrzone von sechs Kilometern einrichten.

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Mayon-Vulkan auf den Philippinen ausgebrochen: 52 Dörfer von Asche bedeckt, Lavaströme fließen
Der aktivste Vulkan des Inselstaats schleudert Aschewolken in den Himmel, während Behörden Evakuierungen einleiten und eCredit · BILD

Die Fakten

  • Mayon-Vulkan (2.462 Meter) in der Bicol-Region, 330 km südöstlich von Manila, ist ausgebrochen.
  • Seit Samstag sind 52 Dörfer rund um den Vulkan von Asche bedeckt.
  • Erste Lavaströme flossen bergab.
  • Seit dem Ausbruch wurden 45 Erdbeben und 32 vulkanische Erschütterungen registriert.
  • Feuerwehrsprecher Achilles Santiago bestätigte den Einsatz von Teams vor Ort.
  • Anwohner müssen eine Sechs-Kilometer-Sperrzone um den Vulkan meiden.
  • Der Mayon zeigt seit Jahresbeginn erhöhte Aktivität.

Aschewolke verdunkelt den Himmel über Dutzenden Dörfern

Der Mayon-Vulkan auf den Philippinen ist am Samstag erneut ausgebrochen und hat eine gewaltige Aschewolke ausgestoßen, die den Himmel über den umliegenden Gemeinden verdunkelt. Insgesamt 52 Dörfer sind von der dicken Ascheschicht betroffen, wie die Behörden mitteilten. Erste Lavaströme haben bereits begonnen, die Hänge des 2.462 Meter hohen Vulkans hinabzufließen. Die Bewohner der Region wurden aufgefordert, eine Sperrzone von sechs Kilometern um den Krater zu meiden.

Feuerwehr und Hilfstrupps im Einsatz

Feuerwehren und Hilfstrupps wurden in die betroffene Region entsandt, um die Bevölkerung zu unterstützen. Feuerwehrsprecher Achilles Santiago erklärte: „Unsere Teams sind bereits vor Ort und leisten den betroffenen Gemeinden Unterstützung, während sie den Einsatz mit den zuständigen Regierungsagenturen und lokalen Zivilschutzverbänden koordinieren.“ Die Einsatzkräfte verteilen Atemschutzmasken und helfen bei Evakuierungen, während die Asche weiterhin auf die Dächer der Häuser niedergeht.

45 Erdbeben und 32 Erschütterungen seit Ausbruch

Seit dem jüngsten Ausbruch am Samstag wurden 45 Erdbeben und 32 vulkanische Erschütterungen registriert. Die seismische Aktivität deutet auf anhaltende Magmabewegungen im Untergrund hin, die weitere Eruptionen wahrscheinlich machen. Der Mayon, der als aktivster Vulkan der Philippinen gilt, zeigt seit Beginn des Jahres erhöhte Aktivität. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Wissenschaftler eine Zunahme der vulkanischen Unruhe festgestellt.

Der Mayon: Ein gefährlicher Nachbar

Der Mayon liegt in der Bicol-Region am südöstlichen Ausläufer der Hauptinsel Luzon, etwa 330 Kilometer südöstlich von Manila. Mit seiner fast perfekten Kegelform ist er ein Wahrzeichen der Region, aber auch eine ständige Bedrohung für die umliegenden Gemeinden. Immer wieder bricht der Vulkan aus und zwingt Tausende zur Flucht. Der letzte größere Ausbruch ereignete sich 2018, als Zehntausende evakuiert werden mussten. Die Behörden haben die Alarmstufe erhöht und beobachten die Lage rund um die Uhr.

Evakuierungen und Vorsichtsmaßnahmen laufen

Die örtlichen Zivilschutzbehörden haben damit begonnen, die Bewohner der am stärksten gefährdeten Dörfer zu evakuieren. Viele Menschen bringen sich in provisorischen Notunterkünften in Sicherheit, die in Schulen und Turnhallen eingerichtet wurden. Die Aschewolke stellt nicht nur eine unmittelbare Gefahr für die Atemwege dar, sondern kann auch die Landwirtschaft schädigen und die Trinkwasserversorgung beeinträchtigen. Die Behörden warnen vor möglichen Lahare – Schlammströmen, die durch heftige Regenfälle ausgelöst werden könnten.

Wissenschaftler warnen vor weiteren Eruptionen

Vulkanologen des philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (PHIVOLCS) haben die Alarmstufe auf Stufe 3 erhöht, was bedeutet, dass ein gefährlicher Ausbruch innerhalb von Wochen oder sogar Tagen möglich ist. Die hohe Zahl der Erdbeben und Erschütterungen deute auf ein explosives Ereignis hin. Die Experten appellieren an die Bevölkerung, die Sperrzone strikt einzuhalten und sich nicht von der scheinbaren Ruhe nach den ersten Ausbrüchen täuschen zu lassen. Der Mayon könne jederzeit mit voller Wucht ausbrechen.

Eine Region in ständiger Bedrohung

Die Philippinen liegen im Pazifischen Feuerring, einer geologisch hochaktiven Zone, in der sich zahlreiche Vulkane und Erdbebenherde befinden. Der Mayon ist nur einer von mehr als 20 aktiven Vulkanen des Landes. Für die Menschen in der Bicol-Region ist die Bedrohung durch den Vulkan Alltag. Viele haben gelernt, mit den Risiken zu leben, doch jeder Ausbruch stellt sie vor neue Herausforderungen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Mayon sich wieder beruhigt oder ob eine größere Katastrophe droht.

Das Wichtigste

  • Der Mayon-Vulkan ist am Samstag ausgebrochen und hat 52 Dörfer mit Asche bedeckt; Lavaströme fließen bereits.
  • Seit dem Ausbruch wurden 45 Erdbeben und 32 vulkanische Erschütterungen registriert, was auf anhaltende Aktivität hindeutet.
  • Feuerwehr und Hilfstrupps sind im Einsatz; eine Sechs-Kilometer-Sperrzone wurde eingerichtet.
  • Der Mayon zeigt seit Jahresbeginn erhöhte Aktivität und gilt als aktivster Vulkan der Philippinen.
  • Die Alarmstufe wurde erhöht; weitere Eruptionen sind in den kommenden Tagen oder Wochen möglich.
  • Evakuierungen laufen, und die Behörden warnen vor sekundären Gefahren wie Laharen.
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