Inter Mailand feiert 21. Meistertitel nach 2:0-Sieg über Parma
Ein Tor von Marcus Thuram kurz vor der Pause und ein Treffer von Henrikh Mkhitaryan in der 80. Minute bescheren den Nerazzurri die vorzeitige Meisterschaft drei Spieltage vor Saisonende.

SWITZERLAND —
Die Fakten
- Inter Mailand gewann am 35. Spieltag der Serie A 2025/2026 mit 2:0 gegen Parma Calcio 1913 und sicherte sich den 21. Meistertitel.
- Marcus Thuram erzielte in der 42. Minute das 1:0, Henrikh Mkhitaryan traf in der 80. Minute zum 2:0-Endstand.
- Trainer Cristian Chivu gewann den Scudetto in seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer in der Serie A – als erster seit Arrigo Sacchi mit dem AC Mailand.
- Inter benötigte nur einen Punkt, um den Titel zu gewinnen, nachdem Napoli zuvor gegen Como unentschieden gespielt hatte.
- Parma bleibt mit 42 Punkten auf dem 12. Platz und ist bereits gerettet.
- Inter trifft am 9. Mai in der 36. Runde auf Lazio und am 13. Mai im Finale der Coppa Italia erneut auf Lazio – beide Spiele im Stadio Olimpico in Rom.
- Parma empfängt am nächsten Spieltag die Roma im Stadio Tardini.
Der entscheidende Abend in San Siro
Im Giuseppe-Meazza-Stadion reichte Inter Mailand ein 2:0-Sieg gegen Parma Calcio 1913, um sich drei Spieltage vor Schluss die 21. italienische Meisterschaft zu sichern. Die Nerazzurri gingen bereits in der 42. Minute in Führung, als Marcus Thuram einen klugen Pass von Piotr Zielinski mit einem diagonalen Schuss ins Tor verwandelte. Der Treffer fiel nach einer Phase intensiver Drängelei, in der Nicolò Barella zuvor die Latte getroffen hatte (24. Minute) und Denzel Dumfries mehrfach gefährlich war. In der zweiten Halbzeit kontrollierte Inter das Spiel, ohne große Mühe. Der eingewechselte Lautaro Martinez bereitete in der 80. Minute das zweite Tor vor: Er legte den Ball quer auf Henrikh Mkhitaryan, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob. Es war Mkhitaryans dritter Saisontreffer. Parma, das bereits den Klassenerhalt sicher hatte, konnte keine nennenswerten Akzente setzen; ein Schuss von Pellegrino in der ersten Hälfte blieb die einzige nennenswerte Chance der Gäste.
Chivus Meisterstück im ersten Jahr
Trainer Cristian Chivu gelang, was zuletzt Arrigo Sacchi 1987/88 mit dem AC Mailand erreicht hatte: den Scudetto in der ersten vollen Saison als Cheftrainer in der Serie A zu gewinnen. Der rumänische Coach übernahm die Mannschaft nach einer titellosen Vorsaison und führte sie mit einer Mischung aus taktischer Disziplin und Offensivstärke zum Titel. Chivu musste im entscheidenden Spiel auf die verletzten Calhanoglu und Lautaro Martinez verzichten, konnte aber auf einen starken Dumfries bauen, der in der ersten Halbzeit den Ndiaye blockte, nahe am Tor war. Die Mannschaft zeigte eine geschlossene Leistung: Torhüter Yann Sommer, die Verteidiger Bisseck, Akanji und Bastoni, das Mittelfeld mit Barella, Zielinski und Sucic sowie die Angreifer Esposito und Thuram bildeten die Startelf. In der zweiten Halbzeit kamen Bonny für Esposito (der mit einer Rückenverletzung ausschied) und später Mkhitaryan, der das entscheidende Tor erzielte.
Die Vorgeschichte: Napoli-Patzer ebnet den Weg
Der Weg zum Titel wurde bereits am Vortag geebnet, als Napoli gegen Como nur ein Unentschieden holte. Dadurch wuchs Inters Vorsprung an der Tabellenspitze auf zehn Punkte, sodass den Nerazzurri bereits ein Punkt gegen Parma zur vorzeitigen Meisterschaft reichte. Ein Sieg oder ein Unentschieden genügte; eine Niederlage hätte die Entscheidung auf den nächsten Spieltag verschoben. Das Ergebnis des parallelen Spiels Milan gegen Sassuolo wurde irrelevant, da Milan maximal 70 Punkte erreichen konnte – zu wenig, um Inter noch einzuholen. Inter hatte in den Wochen zuvor die Spannung hochgehalten, nachdem die Mannschaft bereits seit einiger Zeit nur noch auf den rechnerischen Moment wartete. Der Titelgewinn vor heimischem Publikum war eine Premiere seit dem „Scudetto dei record“ unter Giovanni Trapattoni vor 37 Jahren.
Die Schlüsselspieler und ihre Beiträge
Marcus Thuram, der in der 42. Minute das 1:0 erzielte, erwies sich erneut als entscheidender Angreifer. Der Franzose hatte bereits in der 24. Minute eine Großchance, als Suzuki seinen Nachschuss nach Barellas Lattenkracher abwehrte. Henrikh Mkhitaryan, der in der 80. Minute das 2:0 erzielte, unterstrich seine Bedeutung als erfahrener Mittelfeldspieler. Piotr Zielinski bereitete das erste Tor mit einem klugen Pass vor, während Lautaro Martinez, obwohl nicht in der Startelf, mit seiner Vorlage zum zweiten Tor seinen Status als Kapitän und Torschützenkönig untermauerte. Auf Seiten Parmas zeigte Torhüter Zion Suzuki eine solide Leistung, konnte die Niederlage aber nicht verhindern. Die Abwehr um Circati, Troilo und Ndiaye hielt lange stand, musste sich aber letztlich der Überlegenheit Inters beugen.
Ausblick: Doppelbelastung für Inter, Saisonausklang für Parma
Inter Mailand hat nun die Möglichkeit, die Saison mit einem Double zu krönen. Am 9. Mai trifft die Mannschaft im Rahmen der 36. Serie-A-Runde auf Lazio, gefolgt vom Coppa-Italia-Finale gegen denselben Gegner am 13. Mai – beide Spiele finden im Stadio Olimpico in Rom statt. Die Meisterfeierlichkeiten werden voraussichtlich in zwei Wochen mit der offiziellen Trophäenübergabe auf dem Spielfeld ihren Höhepunkt finden. Parma Calcio 1913, das mit 42 Punkten auf dem 12. Platz rangiert und bereits den Klassenerhalt sicher hat, empfängt am nächsten Spieltag die Roma im Stadio Tardini. Die Mannschaft von Trainer Fabio Pecchia kann ohne Druck aufspielen und versuchen, sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.
Das Wichtigste
- Inter Mailand gewann den 21. Scudetto durch einen 2:0-Sieg gegen Parma am 35. Spieltag der Serie A 2025/2026.
- Trainer Cristian Chivu ist der erste Trainer seit Arrigo Sacchi, der in seiner ersten vollen Serie-A-Saison den Titel holt.
- Marcus Thuram und Henrikh Mkhitaryan erzielten die Tore; Lautaro Martinez bereitete das zweite Tor vor.
- Der Titelgewinn erfolgte drei Spieltage vor Schluss, nachdem Napoli zuvor gegen Como unentschieden gespielt hatte.
- Inter trifft in den nächsten beiden Spielen auf Lazio – zunächst in der Liga, dann im Coppa-Italia-Finale.
- Parma bleibt auf Platz 12 mit 42 Punkten und empfängt am nächsten Spieltag die Roma.




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